Steven DiasFISI · Essen

Notiz ·

Jev: wie ich KI-Agenten beim Programmieren einsetze

Ich lasse mir beim Programmieren von KI-Agenten helfen. Damit das verlässlich und bezahlbar bleibt, arbeite ich mit einer festen Schleife, die ich Jev nenne. Sie zerlegt jede Aufgabe in kleine Entscheidungen und setzt klare Grenzen.

Fünf kleine Entscheidungen

Jede Änderung läuft durch dieselben fünf Fragen:

Jede Frage ist klein genug, um sie gezielt zu beantworten, statt einem Agenten die ganze Aufgabe in einem Stück zu überlassen.

  • Welche Dateien sind betroffen?
  • Welches Modell soll den Code schreiben?
  • Ist ein Befehl sicher auszuführen?
  • Ist die Arbeit wirklich fertig?
  • Was davon wird behalten?

Kleine Modelle steuern, ein großes schreibt

Für die Entscheidungen nutze ich günstige, kleine Modelle. Nur der eigentliche Schreibschritt bekommt ein großes Modell. So zahle ich den hohen Preis nur dort, wo die Qualität am meisten zählt.

Eigene Arbeitskopien und harte Grenzen

Die Agenten arbeiten in eigenen Git-Arbeitskopien, nicht direkt in meinem Hauptordner. Was dort entsteht, kann ich prüfen, bevor es weitergeht.

Ein Sicherheits-Hook stoppt alles Unumkehrbare, zum Beispiel Löschen oder Veröffentlichen. Solche Schritte laufen erst weiter, wenn ich sie ausdrücklich freigebe.

„Fertig“ darf ein Agent nur melden, wenn eine frische Testausgabe vorliegt. Eine Behauptung ohne Beleg reicht nicht.

Eine ehrliche Lehre

Am Anfang lief nicht alles wie geplant. Alle Helfer arbeiteten unbemerkt auf dem teuersten Modell, weil eine Einstellung in der App das erzwang. Die Idee mit den günstigen kleinen Modellen war also zunächst nur Theorie. Aufgefallen ist es erst, als ich nachgemessen habe. Danach habe ich die Einstellung korrigiert.

Seitdem gilt für mich: Ein Ablauf ist erst dann so, wie ich ihn mir vorstelle, wenn ich es gemessen habe.

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